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GVZ JadeWeserPort

Allgemein

Das Güterverkehrszentrum (GVZ) JadeWeserPort Wilhelmshaven ist mit einer tideunabhängigen Wassertiefe von 18 Metern Deutschlands einziger Container-Tiefseehafen. Das GVZ wurde 2020 in der Rangliste der Deutschen GVZ-Gesellschaft mbH (DGG) europaweit auf Platz 16 notiert und lag damit erstmals in den Top 20. Das war eine Verbesserung um dreißig Plätze. In Deutschland wurde der JadeWeserPort auf Position 6 geführt, in Niedersachsen stand das GVZ auf Platz 1. Die Rangliste erstellt die DGG alle fünf Jahre. Für die Bewertung zählen 15 Punkte mit insgesamt 38 Bewertungskriterien wie: Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Intermodalität, Flächenperspektiven und Kompetenz der verantwortlichen Managementgesellschaft.

Der JadeWeserPort als perfekter Umschlagplatz

Das GVZ hat eine Kapazität von 2,7 Millionen TEU / Jahr, die mit acht Containerbrücken umgeschlagen werden können. Multimodale Transportketten lassen sich über den optimalen Anschluss von Schienen-, Straßen- und Wasserwegen miteinander verbinden. Von hier aus können in kurzer Zeit 250 Millionen Verbraucher in Deutschland, Niederlande, Dänemark und Belgien erreicht werden.
Das Güterverkehrszentrum JadeWeserPort erstreckt sich auf einer rund 340 Hektar großen Gesamt- und 180 Hektar großen Nettogesamtfläche. Davon sind circa 150 Hektar zusammenhängende Ansiedlungsfläche für Gewerbe- und Industrie (GI-Ausweisung). Einzelflächen sind für bis zu 20 Hektar möglich.

Um Ansiedlern den Bau von Produktionshallen und Hochregallagern zu ermöglichen, lässt der Bebauungsplan auf den meisten Flächen eine Bauhöhe von 50 Metern zu. In Teilen sind diese Flächen auch für Schwerlasten ausgelegt. Sämtliche Grundstücke verfügen über Glasfaseranschlüsse.

Vor Ort gibt es darüber hinaus ein Truck-Service-Center mit Tankstelle und Senkelektranten für Kühlfahrzeuge sowie eine Zoll- und Grenzkontrollstelle.

 

Key-Facts

Grundstücks- und Logistikflächen

  • Gesamtgröße der Flächen: ca 340 Hektar
  • Ansiedlungsfläche: 150 Hektar
  • Einzelflächen bis 20 Hektar
  • Containerterminal: 130 Hektar


Lage

  • Nordwestlich der Stadt Wilhelmshaven
  • Gute Erreichbarkeit der niederländischen sowie der dänischen Grenze


Infrastruktur

  • Anbindung an die Autobahn A 29 (führt direkt aufs Gelände) sowie an die Bundesstraße 210 (8 Kilometer entfernt)
  • KV-Terminal mit Gleisanschluss vorhanden
  • 6 Ganzzuggleise
  • Alle Industrieflächen sind an das Netz der Deutschen Bahn angebunden
  • Wendebecken mit 700 Meter Durchmesser
  • Trimodale Anbindung zwischen Straße, Schiene und Wasser
  • Das Fahrwasser des Hafens hat eine Fahrrinne von 300 Meter Breite und 18 Meter Tiefe. Die Revierfahrt bis zu den Umschlaganlagen am tiefen Fahrwasser beträgt nur 23 Seemeilen.
  • Der internationale Flughafen Bremen ist 100 Kilometer entfernt, der Personenflughafen Wilhelmshaven etwa 16 Kilometer. Selbst der internationale Flughafen in der niederländischen Großstadt Groningen ist mit 154 Kilometer Entfernung noch schnell erreichbar
    Fünfzig Prozent des Geländes verfügen über einen Gleisanschluss
  • Acht Containerbrücken (16 im Endausbau)
  • Warenverkehr ist aufgrund zwei großer Reedeallianzen international möglich: 2M-Allianz und OCEAN ALLIANCE


Mietpreise in der Region (Neubau)

  • Mindestmiete: 3,80 EUR / m²
  • Höchstmiete: 4,90 EUR / m²


Steuerhebesätze

  • Gewerbesteuer: 430 v. H
  • Grundsteuer A: 410 v. H.
  • Grundsteuer B: 600 v. H.

 

Wirtschaftliche Entwicklung

Wilhelmshaven wurde 1869 vom Preußen-König Wilhelm I. als Marinestandort gegründet. Die Stadt hat 76.000 Einwohner und eine Beschäftigungsquote von 54 Prozent. Der Großteil der Beschäftigten arbeitet im Dienstleistungssektor.

Der Standort verfügt über eine leistungsfähige Hafenwirtschaft mit dem Container Terminal und dem bedeutendsten deutschen Kohle- und Ölhafen. Ihr hoher Industrialisierungsgrad (Energie und Chemie, Lebensmittelverarbeitende Industrie, Maschinen- und Anlagebau) macht den Standort attraktiv für nationale und internationale Investoren.

In der Stadt gibt es zwei Kohlekraftwerke. Das Chemiewerk Voslapp produziert PVC und VCM für den Weltmarkt. Die Tankfarm Nord-West Oelleitung bietet im Tagesgeschäft Handhabung, Lagerung und Transport von Rohöl. Seit Betriebsaufnahme 1958 wurde hier mehr als 1 Milliarde Tonne Rohöl transportiert.

Weitere wichtige Unternehmen sind unter anderem ALBA Metall Nord GmbH, Greenland Seafood Wilhelmshaven sowie der Mobilkranbauer Manitowoc Crane Group.

Das Bild der Stadt prägen auch der wachsende Dienstleistungsbereich sowie vielfältige touristische Angebote. Wilhelmshaven liegt in der Urlaubsregion deutsche Nordseeküste.

 

Anbindung

Zugang zum Straßennetz

Die Bundesautobahn A 29 führt direkt aufs Gelände des Güterverkehrszentrums. JadeWeserPort Wilhelmshaven. Am Autobahnanschluss Schortens (17 Kilometer entfernt) stößt man direkt auf die Bundesstraße 210.

Zugang zum Schienennetz

Die Hafenbahn des JadeWeserports verbindet das GVZ und den Terminal direkt mit dem Hinterland. Die 70 Kilometer lange Strecke zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven soll bis Ende 2022 für den Schienen-Güterverkehr zweigleisig ausgebaut und komplett elektrifiziert werden.

Erreichbarkeit von Häfen

Gleich zwei große Reederallianzen bieten Warenverkehr über die internationalen Schifffahrtslinien an: 2M-Allianz (Maersk und MSC) sowie OCEAN ALLIANCE (mit CMA-CGM, Cosco Group, OOCL und Evergreen).

 

Angesiedelte Unternehmen

Auf dem Gelände des GVZ JadeWeserPort mit einer Gesamtgröße von 340 Hektar haben sich unterschiedlichste Unternehmen aus dem Dienstleistungs-, Produktions- und Handelsspektrum niedergelassen. Dazu gehören unter anderem der Container-Reparaturservice Addicks & Kreye, das international tätige Bauunternehmen Goldbeck sowie der Logistiker NORDFROST. Für Neuansiedlungen stehen 150 Hektar zur Verfügung. Die Vergabe der Grundstücke erfolgt nach Erbbaurecht über 30 bis 75 Jahre. Gegebenenfalls sind auch Mietoptionen möglich.

 

Lage und Region

Lage des GVZ JadeWeserPort Wilhelmshaven

Kein zweites Bundesland hat so viele Güterverkehrszentren (GVZ) wie Niedersachsen. Insgesamt gibt es hier neun Standorte. Neben dem JadeWeserPort sind das die Zentren Emsland, Coevorden-Emlichheim, Osnabrück, Rheine, Hannover-Lehrte, Wolfsburg, Salzgitter und Göttingen. Der JadeWeserPort ist nicht nur das einzige am Meer, sondern auch der einzige in Deutschland mit einem Tiefseehafenbecken (18 Meter).
Geografisch liegt der JadeWeserPort optimal, um Nord- und Westeuropa zu erreichen. An die globalen Transportwege kann durch die Nähe zu den internationalen Flughäfen in Bremen sowie Groningen (Niederlande) zur Luft sowie durch Anbindung an die internationalen Schifffahrtslinien anknüpfen.

Durch den unmittelbaren Anschluss an die A 29 (führt direkt aufs Gelände) ist der norddeutsche Raum perfekt angebunden.

Top-Logistikregion Wilhelmshaven / Bremen

Die Logistikregion Wilhelmshaven / Bremen ist das Tor nach Nordeuropa und zur Welt. Für die Stadt Wilhelmshaven ist das GVZ JadeWeserPort ein Renommierprojekt und hat enorme wirtschaftliche Relevanz. Zudem sind hier Deutschlands wichtigster Importhafen für Rohöl sowie der größte Marinestandort der Bundeswehr.

Logistik ist für Niedersachsen ein wichtiger Wirtschaftsbereich. In der Branche arbeiten laut Wirtschaftsministerium des Bundeslandes mehr als 260.000 Menschen. Allein die Region Bremen fallen rund 40.000 Mitarbeiter für die Bereiche Maritime Wirtschaft und Logistik.

Wie wichtig der JadeWeserPort für Unternehmen ist, zeigt das Beispiel Nordfrost. Der Tiefkühllogistiker hatte in sein 2018 neu eröffnetes Tiefkühlhaus 25 Millionen Euro investiert. Das Objekt verfügt über 35.000 Palettenstellplätze und verarbeitet Fleisch für Export nach Asien. Seit 2021 hat das Unternehmen einen eigenen Bahnanschluss am Seehafen-Terminal.

Ihr persönlicher Ansprechpartner für die GVZ JadeWeserPort
Ralf Döring
Ralf Döring
Head of Industrial & Logistics (Letting) Hannover