DAS LOXIKON VON LOGIVEST

WICHTIGE FACHBEGRIFFE AUS DER WELT DER LOGISTIK- UND INDUSTRIEIMMOBILIEN.

  • I-Teile

    I-Teile sind verbrauchsgesteuerte, geringwertige Teile, die keine hohe Kapitalanbindung verursachen. Ihr prognostizierter bzw. durchschnittlicher Periodenbedarf ist die Grundlage für die Planung des Produktionsprogramms solcher Teile. Für I-Teile wird ein Sicherheitsbestand entsprechend dem geforderten Lieferbereitschaftsgrad und der entsprechenden Kapitalbindung ermittelt. Der Meldebestand sorgt für die Bedarfsauslösung.

    II-Teile

    Plangesteuerte Teile mit hoher Wertigkeit stellen besondere Anforderungen an die Produktionsprogrammplanung. Die hohe Wertigkeit der II-Teile führt dazu, dass höchstens ein geringer Lagerbestand gehalten wird. Da die Durchlaufzeit solcher Teile meist größer ist als ihre Wiederbeschaffungszeit, muss eine exakte Planung der Bereitstellungstermine erfolgen, d.h., sie werden so eingeplant, dass sie zu dem Zeitpunkt, an dem die Produktionsprogrammplanung einen Kundenauftrag erwartet, bereitstehen.

    III-Teile

    Auftragsgesteuerte, hochwertige Güter, die einer JIT-Steuerung unterliegen, werden als III-Teile bezeichnet. Die Planung dieser Teile geht grundsätzlich vom Bedarfstermin aus, welcher sich aus vorliegenden Kundenaufträgen ergibt. Für solche Teile werden stets Ressourcen vorgehalten und auf Engpässe untersucht, um bei Auftragseingang eine sofortige Einplanung zu ermöglichen. Die Bedeutung der III-Teile ist so hoch, dass Engpassuntersuchungen Grundlagen für Investitionsentscheidungen bilden können.

    24-Stunden-Genehmigung

    Die Abkürzung 24/7 bezeichnet die ständige Bereitschaft bzw. Verfügbarkeit einer Dienstleistung oder seltener die Fähigkeit zum Dauerbetrieb eines Gerätes oder einer Maschine. In Deutschland ist statt 24/7 eher 24 h oder "rund um die Uhr" verbreitet. Im Logistikbereich bedeutet das die Erlaubnis zum 24-stündigen Betrieb einer Logistikanlage, also die Möglichkeit der Nachtanlieferung. Diese ist gerade in Bezug auf die Fahrzeiten der Fahrer sowie die Verlagerung des LKW-Verkehrs aus den Stoßzeiten des Berufsverkehrs heraus für die Logistiker von hoher Wichtigkeit.

  • ABC-Teile

    Zur Segmentierung einer Grundgesamtheit (z.B. Anzahl Teile, Lieferanten, Umschlagshäufigkeit, Zugriffshäufigkeit) nach vorgegebenen Zielen (Kapitalbindung, Bestellaufwand, Lagerhaltung) findet die ABC-Analyse Anwendung. Aus dieser lassen sich A-,B-, C-Teile oder -Lieferanten ableiten. Bedeutendstes Beispiel ist die Artikel-Umsatz-Statistik. Sie definiertk, bezogen auf die Artikelsegmente A, B, C den prozentualen Anteil eines Segments am Beschaffungsumsatz. Die ABC-Analyse dient der Unterscheidung von wichtigen und unwichtigen Teilen im Beschaffungsprozess. Dadurch wird die Identität der Beschaffungsaktivitäten für die Artikel bestimmt. Die ABC-Analyse zählt zu den Primäranalysen.

    Andienung

    Unter "Andienung" versteht man die Zufahrts-, Be- und Entlademöglichkeiten einer Produktions- oder Logistikimmobilie. Sie kann über ebenerdige Tore (mit Einfahrmöglichkeit für den LKW) oder Überladebrücken sowie über Rampen erfolgen. Oft ist die Lagerfläche nicht ebenerdig konzipiert, sondern befindet sich erhöht auf der sogenannten "Rampenhöhe". In der Regel liegt die Rampenhöhe zwischen 1,20 und 1,30 m. Dies entspricht in etwa der Ladeflächenhöhe der meisten LKW. Somit kann ein Gabelstapler problemlos zwischen Halle und LKW rangieren und be- /entladen.

    Andockstelle

    Beschreibt den Punkt, an dem ein LKW zur Be- oder Entladung an einem Gebäude rangiert.

    Anpassrampe

    Verladerampe mit horizontal und vertikal beweglicher Brücke, an die Ladungsöffnung eines Transportmittels (LKW, Bahn) anschließen.

    Assetklasse

    Mithilfe von Assetklassen lässt sich der Finanzmarkt in verschiedene Segmente einteilen. Die wichtigsten Anlageklassen sind Aktien, Renten, Immobilien, Wagniskapital und Rohstoffe.

  • Barcode

    Strichcode oder Balkencode; opto-elektronischer Datenträger

    Bedarfsanalyse

    Die Bedarfsanalyse ist eine Analysenart zur Feststellung des Bedarfs an Waren, Dienstleistungen oder Personal in einer bestimmten Region, einer bestimmten Personengruppe oder in einem bestimmten Zeitraum. Bedarfsanalysen können die Bedürfnisse von Menschen, Tieren oder auch von juristischen Personen aufzeigen.

    Begegnungsverkehr

    2 Transportmittel fahren zeitlich abgestimmt aufeinander zu. Am Treffpunkt tauschen sie dann ihre Transportobjekte untereinander aus.

    Behälterregal

    Regal zur Lagerung standardisierter Behälter, für die das Regal, bezogen auf die Behältergrößen und Formen, ausgelegt wurde.

    Belegloses Kommissionieren

    Auf papierlosen Daten Übertragungstechniken wie EDV, Funk, etc. beruhendes Rüsten nachgefragter Artikel.

    Beschaffungslogistik

    Gesamtheit der logistischen Aufgaben und Maßnahmen zur Vorbereitung und Durchführung des Warenflusses, vom Lieferant zum Unternehmen.

    Bestand

    Vorrat an Erzeugnissen in einem Lager oder in der Produktion.

    Bestandsreichweite

    Kenngröße für die relative Höhe von Beständen. Sie gibt die Anzahl Tage an, die ein Material noch ausreicht, um die vorhandenen Bedarfe zu decken, wenn ausschließlich der aktuelle Werksbestand betrachtet wird.

    Betriebszeiten

    Um die Logistikimmobile effizient nutzen zu können, ist regelmäßig ein 24-Stunden-Betrieb unerlässlich. Die Baugenehmigung kann mitunter Einschränkungen enthalten, die dies verhindern. Denkbar ist zum Beispiel die Vorgabe, dass der An- und Ablieferverkehr auf Werktage beschränkt ist. Ebenso denkbar ist auch, dass die Nutzung der Logistikimmobilie zur Nachtzeit untersagt wird.

    Blindeinlagerung

    Einlagerung von Warenanlieferungen ohne ldentifikation. Die genaue Identifizierung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

    Blocklager

    Die Lagereinheiten stehen nicht im Direktzugriff, sondern hintereinander und aufeinander.

    Bonded Warehouse

    Freilager, Depot für unverzollte Ware

    Bulk Goods

    Massengüter bzw. lose Güter, wie z.B. Flüssigkeiten, Gase und Siloprodukte.

    Bündelung

    Zusammenfassen von Warenströmen (Konsolidierung). Beschaffungsbündelung (im Vorlauf), Bestandsbündelung (im Zentrallager), Distributionsbündelung (im Hauptlauf und Nach-lauf), Funktionsbündelung (z.B. Wareneingang, Warenprüfung).

    Business to Business (B2B)

    B2B beschreibt den Internethandel von Waren oder Dienstleistungen von Unternehmen untereinander.

    Business to Consumer (B2C)

    BVL

    Die Bundesvereinigung Logistik (BVL) ist die größte deutsche Logistikvereinigung, mit über 6.000 Mitgliedern aus den Führungsebenen von Industrie, Handel, Dienstleistung und Wissenschaft.

  • Chaotische Lagerhaltung

    Die Artikel oder Lagereinheiten haben keine feste Lagerplatzzuteilung.

    CIF

    Cost, Insurance, Freight. Kosten, Versicherung Fracht (Incoterm)

    CIP

    Carriage and Insurance paid to. Frachtfrei versichert (Incoterm)

    Container

    Genormter Behälter für den Transport und die Aufbewahrung von Gütern

    Core

    Bei einer Core-Strategie werden Investitionen in hochwertige, bestehende Immobilien mit einem stabilen Cash-Flow in etablierten Märkten getätigt. Oft erfolgt eine Beschränkung auf die Nutzungsarten Büro und Handel. Mit Core-Immobilien werden langfristige Investitionsstrategien umgesetzt. Außerdem sind Core-Strategien risikoarm. Die Finanzierung von Core-Immobilien erfolgt mit verhältnismäßig hohen Eigenkapitalquoten, also Fremdkapitalanteilen, die in der Regel nicht über 50 Prozent liegen. Die mit Core-Investments erziehlbaren Renditen sind entsprechend des reduzierten Anlagerisikos vergleichsweise gering. Die Haltedauer solcher Immobilien sollte in der Regel langfristig geplant werden.

    Core-Plus

    Der Core-Plus-Stil unterscheidet sich von reinen Core-Investments vor allem durch die Auswahl der Immobilien. Auch hier steht die Anlage in bereits bestehende und vermietete Immobilien im Vordergrund. Doch bei der Auswahl von Standorten kommen auch solche mit künftigem Entwicklungspotenzial in Betracht. Kurzfristige Mietvertragslaufzeiten werden gesucht, um bei Neuvermietungen durch die Steigerung der Mieterträge eine Wertschöpfung zu generieren. Zur Finanzierung wird bei der Core-Plus-Strategie in moderatem Umfang auf den Leverageeffekt zurückgegriffen. Hierbei kommt Fremdkapital mit einem Anteil von mehr als 50 Prozent zum Einsatz. Core-Plus-Investitionen können einen Teil des Ertrages auch aus der Wertsteigerung entsprechender An- und Verkäufe der Objekte erziehlen.

    CPFR

    Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment: Branchenübergreifendes Geschäftsmodell zur Optimierung gemeinsamer unternehmensübergreifender Elemente der Planungsprozesse auf der Basis transparenter Informationen zwischen den Beteiligten der Supply Chain.

    CPT

    Carriage Paid To. Frachtfrei (Incoterm)

    CRM

    Customer Relationship Management; Unternehmensweite Strategie zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit durch konsequente Erfassung und Steuerung aller Kundenkontakte.

    Cross-Dock

    Cross-Dock ist eine andere Bezeichnung für bestandslose Umschlagshalle. Die Güter werden auf der einen Seite des Cross-docks angeliefert und entladen, daraufhin werden sie umgeschlagen und idealerweise in der vorgeschriebenen Auswahl auf der anderen Seite in den abfahrtsbereiten LKW geladen. Durch das Cross-Docking hat man nur noch eine zentrale Anlaufstelle, sodass lange und unsinnige Transportwege vermieden werden können. Darüber hinaus reduzieren sich die Lagerhaltungskosten, da die Lagerfunktion auf ein geringes Maß gehalten wird.

  • DAF

    Delivered At Frontier. Geliefert Grenze (Incoterm)

    DDP

    Delivered Duty Paid. Geliefert verzollt, der Verkäufer trägt alle Kosten und Gefahren bis Bestimmungsort (Incoterm)

    DDU

    Delivered Duty Unpaid. Geliefert ohne Einfuhrzoll, der Verkäufer trägt alle Kosten und Gefahren bis Bestimmungsort (Incoterm)

    DEQ

    Delivered Ex Quay. Geliefert ab Kai im Bestimmungshafen, verzollt. (Incoterm)

    DES

    Delivered Ex Ship. Geliefert ab Schiff im Bestimmungshafen, ohne Einfuhrzoll (Incoterm)

    Disposition

    Organisationseinheit verantwortlich für den termin- und mengengerechten Warenbezug

    Distribution

    Alle Prozesse, die zwischen Produzenten und Händlern bis hin zum Konsumenten im Absatzkanal ablaufen

    Distributionscenter

    Ort, an dem Ware gelagert und umgeschlagen sowie in der Regel kunden- bzw. auftragsspezifisch zusammengestellt wird. Der Schwerpunkt der Distributionszentren liegt auf makrologistischen Funktionen, insbesondere dem Zeitausgleich. Hier wird auch oft Cross-Docking betrieben.

    Distributionslager

    Das Distributionslager verbindet logistische Funktionen, wie Wareneingänge, Lagerhaltung, Komissionierung, Warenversand, Umschlag und Transport. Die vollständige Warenmenge von Fertig- und Handelswaren erleichtert die auftragsspezifische Zusammenstellung für den Versand. Distributionslagerhallen sind in der Regel größer als 10.000 m2 und haben eine Höhe von mehr als 10-12 m Unterkante Binder. Des Weiteren wird zwischen regionaler Belieferung (Handelsunternehmen) und überregionaler Belieferung (Ersatzteil- bzw. After-Sales-Bereich) unterschieden.

    Distributionslogistik

    Die Distributionslogistik, auch Vertriebs- oder Absatzlogistik genannt, verknüpft die Tätigkeiten von Lager, Umschlag und Transport und begleitet diese von vor der Produktion bis hin zum Abnehmer. Dabei spielen Aktivitäten, wie Entscheidungen, Informationsaustausch, Steuerung und Kontrolle eine große Rolle, sodass ein reibungsloser Ablauf bis hin zum Vertrieb gewährleistet werden kann. Distributionsaufgaben gliedern sich in drei Bereiche, in strategische, taktische und operative. Die strategische Aufgabe besteht vor allem darin, seine Absatzwege (Weg der Ware von Produktion bis Verbrauch) und –organe (beispielsweise Außendienstmitarbeiter oder der Einzelhandel) zu strukturieren. Bei den taktischen Aufgaben, wird überlegt, ob die Waren mit dem eigenen Fuhrpark ausgeliefert werden, oder ob es kostengünstiger ist, den Transport extern zu vergeben. Operative Aufgaben bestehen wiederum aus dem Transport, dem Verpacken oder der Tourenplanung. Abschließend ist festzuhalten, dass mit einer optimalen Distributionslogistik, kann erstens der Kunde seine Ware so schnell und bequem wie möglich erlangen, können zweitens die Betriebskosten minimiert werden und kann drittens der Produzent bestmöglich auf die Vermarktung seiner Produkte einwirken.

    Double-Net

    Bei einer Double-Net-Miete trägt der Mieter Betriebskosten einschließlich Steuern, Abgaben und Versicherungskosten. Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten für Dach und Fach zählen allerdings nicht dazu.

    Drittverwendbarkeit

    auch: Drittverwendungsfähigkeit.

    Unter einer Drittverwendungsfähigkeit versteht man die Möglichkeiten der Nachnutzung einer Immobilie im Sinne der ursprünglich geplanten Nutzung, wenn der bisherige Mieter ausgezogen ist.

    Dunkelstrahler

    Es gibt mehrere Methoden, eine Gewerbe- oder Lagerhalle zu beheizen. Der Dunkelstrahler ist die günstigste und am weitesten verbreitete Art der Hallenbeheizung im Lagerbereich. Er ist eine spezielle Form der Infrarotstrahler, d.h., die Wärme wird als Infrarotstrahlung über Strahlrohre gleichmäßig im Raum verteilt. Man erspart sich somit die teure Erwärmung des gesamten Luftvolumens der Halle. Der Dunkelstrahler kommt mit Industrie- und Gewerbebau dann zum Einsatz, wenn größere Hallenhöhen (ab 3 m) den Einsatz herkömmlicher Luftheizungen ineffektiv machen. Dunkelstrahler werden direkt befeuert und können so eine geschlossene Verbrennung gewährleisten, was eine kontrollierte Abführung der Abgase erlaubt.

    Durchlaufregallager

    Durchlaufkanäle für Paletten, Behälter o. ä., die nebeneinander und/oder übereinander angeordnet sind. Die Paletten oder Behälter bewegen sich auf geneigten Rollenbahnen aufgrund der Schwerkraft zu den Entnahmestellen, wo die Kommissionierung erfolgt. Die Beschickung erfolgt von der anderen Seite der Rollenbahn, wodurch das Prinzip First in First out gewährleistet ist.

    Durchlaufzeit (DLZ)

    Zeitdauer zwischen Beginn der ersten Aktivität und dem Ende der letzten Aktivität, bezogen auf eine bestimmte Aktivitätsfolge.

  • E-Commerce

    Alle außerorganisatorischen Transaktionen, die elektronisch abgewickelt werden und zum Kauf/Verkauf eines Gutes führen. Starke Betonung zum Konsumenten.

    EDI

    Electronic Data Interchange: Überbegriff einer Vielzahl technischer Standards, die eine elektronische zwischenbetriebliche, wenig fehlerbehaftete Datenübermittlung in hochstrukturierter Form zur computergestützten Weiterverarbeitung bewerkstelligen.

    Eigentümer

    Der Eigentümer einer Sache kann - innerhalb der Schranken der Gesetze - nach Belieben mit der Sache verfahren und andere jeder Einwirkung ausschließen.

    Electronic Data Interchange (EDI)

    Electronic Data Interchange (EDI) ermöglicht den Informationsaustausch zur Produktionssteuerung und -versorgung, bei der ein Unternehmen über speziell eingerichteter Datenanbindungen mit seinen Lieferanten bzw. Abnehmern verbunden ist. In der Praxis werden über EDI vorwiegend auftragsbezogene Daten wie Bestellungen, Lieferabrufe, Lieferscheine und Rechnungen abgewickelt. Zunehmend gewinnt auch das Web-EDI an Bedeutung. Hier erfolgt der Datenaustausch über das Internet.

    Emissionen

    Ein gesteigertes Konfliktpotential haben die mit einer Logistikimmobilie einhergehenden Emissionen. Auch wenn die meisten Logistikimmobilien keine genehmigungsbedürftige Anlage im Sinne des BlmSchG sind, ist dennoch sicherzustellen, dass schädliche Emissionen verhindert bzw. auf das unvermeidbare Mindestmaß beschränkt werden, § 22 BlmSchG i.V. m. § 3 BlmSchG. Die Baugenehmigung enthält üblicherweise entsprechende Auflagen, bspw. zur Einhaltung der Grenzwerte nach TA-Lärm ("Technische Anleitung zum Schutz gegen Lärm"), z.B. Errichtung eines Lärmschutzwalls.

    E-Procurement

    E-Procurement beschreibt die Gesamtheit der Beschaffungspolitik und -strategie, die unter Einsatz elektronischer Beschaffungsinstrumente die Elementarfaktoren (Sachmittel, Betriebsmittel und objektbezogene menschliche Arbeit) zur Leistungserstellung von Produkten und Dienstleistungen bereitstellt. E-Procurement basiert oft auf Internet Platformen.

    Europoolpalette

    Eine Europoolpalette (umgangssprachlich: Europalette) ist eine Flachpalette (FP) aus dem Tauschsystem des Europools. Durch die europ. Transportunternehmen genormte Ladungsträger (800 x 1200 mm).

    Ersatzteillager

    Der Service steht für den Kunden beim Kauf der Ware an erste Stelle, deshalb ist es ungemein wichtig, dass für den Fall des Schadens oder des Verlusts, ein Ersatz bereit steht. Hier kommen Ersatzteile ins Spiel. Viele Hersteller spezialisieren sich teilweise auf Ersatzteile, da sie mit diesen die höchsten Erlöse erreichen. Um der leichten und schnellen Verfügbarkeit, sowie den Verpflichtungen gegenüber den Geschäftspartnern entlang der Supply Chain zu entsprechen, gibt es sogenannte Ersatzteillager. Ersatzteillager haben einen hohen Automatisierungsgrad und weisen die geringsten Logistikimmobilienkosten aller Lagertypen im Vergleich zu anderen Kosten rund um die Logistik auf.

    Ersatzteillogistik

    Abwicklung der Beschaffung (intern und extern), Lagerhaltung und Distribution von Ersatzteilen in einem eigenständigen System.

    Expressdienste

    Expressdienste bieten kurze, feste Lieferzeiten von Haus zu Haus, jedoch erfolgt keine persönliche Begleitung des Versandgutes, außerdem wird ein wesentlich breiteres Gewichtsspektrum angeboten, teilweise sogar ohne Gewichtslimit.

  • Fachbodenregal

    Die Lagerung erfolgt auf geschlossenen Fachböden über mehrere Ebenen pro Feld. Handregal meistens < 2,1 m Höhe, wenn nicht mit Leitern oder Tritten gearbeitet werden soll. Sie werden auch als verfahrbare Regale eingesetzt (zum Beispiel Archivregal). Für Höhen bis maximal 12 m werden sie in Verbindung mit Regalfahrzeugen eingesetzt. Fachbodenregale werden auch für mehrgeschossige Podestanlagen gewählt, wo sie integrierender Bestand für Laufgänge oder Treppen der einzelnen Geschosse sind.

    Fachwerkträger

    Fachwerkträger (kurz FWT) sind besonders wichtig, wenn es um teilbare Mietflächen geht. Fachwerkträger sind Stabtragwerke, die zur Überdeckung großer Spannweiten (20 m bis 100 m) im Geschoss- und Hallenbau Verwendung finden. Ihr Vorteil gegenüber Vollwandträgern sind die relativ geringe Eigenlast und die Transparenz.

    FAS

    Free Alongside Ship. Frei Längsseite Schiff (Incoterm)

    Feinverteilung

    Bezeichnet die Warenverteilung von einem Umschlagspunkt oder Regionallager zum Endverbraucher (Gegensatz: Grobverteilung).

    Fertigteilelager

    Bei Fertigteilen gilt die Produktion als abgeschlossen. Der Standort der Logistikimmobilie, entweder Industrie- oder Lagerhalle, spielt hier eine wichtige Rolle, da Produktion und Fertigteillager in enger Beziehung stehen, weshalb beide Standorte in unmittelbarer Nähe zueinander liegen sollten.

    Fourth Party Logistics

    Neutraler Mittler zwischen Auftraggeber und verschiedenen Dienstleistern, die entlang der kompletten Logistik- und Lieferkette tätig sind. Das Ziel ist die Bündelung von Dienstleistungsangeboten zu einem optimalen Gesamtpaket.

    Fulfillment

    Bezeichnung für ein komplettes Dienstleistungspaket, welches die gesamte Abwicklung eines Bestellvorganges umfasst.

  • Gebietsart

    Mit der Gebietsart ist gemeint, welche Nutzungsart die jeweilige Fläche hat. Die wichtigsten Gebietsarten sind Gewerbegebiete, Industriegebiete, Mischgebiete und Sondergebiete.

    Gefahrstofflager

    In einem Gefahrstofflager werden Gefahrstoffe und / oder Güter, die aufgrund ihrer großen Menge, als Gefahrstoff gelten, gelagert. Genauso werden Waren dort gelagert, die im Zusammenhang mit anderen chemischen Stoffen zur Bedrohung werden können. Diese Kategorie von Lager ist durch eine hohe Anforderung an das Bauwerk gekennzeichnet. Hierbei müssen besondere Bestimmungen über bau- oder brandschutztechnische Normen beachtet werden.

    Gewerbegebiet

    Beim Betrachten von Gewerbegebieten kann man zwischen mehreren Arten unterscheiden. Einkaufsparks lassen sich beispielsweise mit Betriebsbaugebieten zusammenfassen. Solche Betriebsbaugebiete können auf Lagerhallen oder auf Büro- / Einzelhandel spezialisiert sein, wohingegen auch eine Mischform möglich ist. Dieser Typus Gewerbegebiet kennzeichnet sich durch geringe Umweltbelastung, wie etwa Lärm oder Geruch, aus. Ein weiterer Typ ist das Industriegebiet, das Produktionsunternehmen beherbergt, wodurch sich Umweltbelastungen sehr stark entfalten und ein hohes Verkehrsaufkommen vorherrscht. Des Weiteren gibt es auch noch die sogenannten Sondergebiete, wie etwa Krankenhäuser, Müllentsorgungsunternehmen oder Gefahrgutlager. Zudem gibt es eigens entworfene Gewerbeparks, die oftmals von nur einem Eigentümer betrieben werden.

    Gewerbepark

    Der Begriff "Gewerbepark" wird oft in Zusammenhang mit Logistikimmobilen gebracht. Das ist allerdings nicht zutreffend, da Gewerbeparks nicht zu den klassischen Logistikimmobilen zählen. Sie haben in ihrer Entwicklung oftmals verschiedene Stationen ("Generationen") durchlaufen. Dabei unterlag ihre Nutzung starken Veränderungen. So unterschied sich im Laufe der Nutzungsdauer zum Beispiel das Verhältnis von Büro- zu Service- und Lagerflächen. Gewerbeparks werden zudem fast ausschließlich von professionellen Betreibern geführt und vermarktet.

    Global Sourcing

    Weltweite Beschaffung

    Green Lease

    Nachhaltigkeit spielt auch bei der Vermietung von Logistikimmobilen eine immer größere Rolle. Nachhaltige Gebäude sind gefragt wie nie. Hierbei steht nicht nur die Einhaltung von Verordnungen und Gesetzen (z.B. EnEV-Energieeinsparverordnung) im Fokus. Immer mehr Immobilienbesitzer stellen sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und bauen "grün". Eine nicht unerhebliche Rolle spielt dabei auch die zu erwartende Rendite. "Green Buildings" versprechen eine höhere Rendite als herkömmliche Gebäude. Umgekehrt wirken sich nachhaltige Gebäude aufgrund der Einsparungen von Energie, Wasser und anderen Ressourcen im Ergebnis auch positiv für den Mieter aus.

    Güterverkehrszentrum (GVZ)

    Das Güterverkehrszentrum verbindet die verschiedenen Arten des Transportes (Straße, Schiene, Wasser, Luft) und macht die gesamte Verkehrsinfrastruktur für den Gütertransport nutzbar.

    Güterverteilzentrum

    Ein von einem oder mehreren Wirtschaftsunternehmen betriebenes großflächiges Lagersystem, das vor allem die Einlagerung von Gütern verschiedener Versender sowie eine tourenoptimierte Auslieferung an verschiedene Empfänger als Ziel hat.

  • Hallen

    Als "Halle" wird heute grundsätzliche ein großer, weitgehend stützenfreier Raum genannt, der sich in der Höhe i.d.R. über eine Geschosshöhe entwickelt. Meist werden sie für einen bestimmten Nutzungszweck erbaut. Dieser reicht von der reinen Lagerung von Gütern über Fertigung von Produkten bis zur Veranstaltung von Hochzeitsfesten.

    Hochregallager

    Das Hochregallager stellt eine Sonderform dar. Die Nutzung basiert teils auf Kleinteilen, sowie teils auf der Ein- und Auslagerung von Paletten. Der hohe Automatisierungsgrad verlangt eine gründliche Bestimmung einer Lager- und Kommisionierstrategie. Bei erfolgreichem Einführen der Strategie, kann die automatische Regalanlage ihren Prozess ohne Komplikationen jederzeit korrekt durchführen. Weiters sind Hochregallager dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Kunden- / Mieterwünsche individuell angepasst werden. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von „nutzerspezifischen Maßanzug“.

    HUB und Spoke System

    Umschlagsplätze an Hauptverkehrswegen zur Warenübergabe an regionale Verteiler. Hub - Nabe (Umschlagplatz) Spoke - Speiche (Warenstrom zum Hub).

  • Industriebaurichtlinien (IndBauR)

    Die Industriebaurichtlinie ist als Ergänzung der Landesbauordnungen zu sehen. Sie regelt die bauordnungsrechtlichen Belange für Bauten, die nach der Bauordnung als Sonderbauten zu behandeln sind. Sie gibt vor, ab welchen Hallengrößen bestimmte Brandschutzmaßnahmen vorgeschrieben sind. In ihr werden Brandabschnitte, also die durch Brandschutzwände getrennten Bereiche, definiert. Sie schreibt vor, bei welcher Flächengröße eine Brandmeldeanlage (BMA) ausreicht und wann eine Sprinklerung notwendig wird.

    Industriebauten

    auch: Indusrtrieimmobilien.

    Als Industriebauten sind Gebäude oder Gebäudeteile der Industrie und des Gewerbes definiert, die der Produktion (Herstellung, Behandlung, Verwertung, Verteilung) oder Lagerung von Produkten oder Gütern dienen. Nicht einbezogen sind Verwaltungsgebäude, Versammlungsstätten oder sonstige Gebäude, die in einer Sonderbauverordnung bereits geregelt sind.

    Informationsfluss

    Planung, Steuerung und Überwachung aller Informationen, die zur Befriedigung von Kundenbedürfnissen über alle Stufen des Unternehmens notwendig sind.

    Innerbetriebliche Logistik

    auch: Intralogistik.

    Logistiktätigkeiten innerhalb eines Logistik Unternehmens.

    Insourcing

    Übernahme einer bisher fremden Leistung in die eigene Geschäftsaktivität.

    Instandhaltung / Instandsetzung

    Grundsätzlich trägt der Vermieter die Erhaltungslast für die Immobilie. In der Regel werden in Mietverträgen über Logistikimmobilien die Instandhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten aber weitgehend auf den Mieter übertragen. Instandhaltungskosten sind im Allgemeinen die Kosten, die aufgewendet werden müssen, um die durch Abnutzung, Alterung und Witterungseinwirkung entstehenden baulichen und sonstigen Mängel ordnungsgemäß zu beseitigen (z.B. Wartungskosten). Bei den Instandsetzungskosten handelt es sich in der Regel um Kosten aus Reperatur und Wiederbeschaffung. Der Übertragung dieser Arbeiten sind aber Grenzen gesetzt. In Formularverträgen kann dem Mieter die Verpflichtung zur Instandhaltung und Instandsetzung nur im Inneren der Mietsache auferlegt werden und nur dann, wenn sie sich auf Schäden erstreckt, die dem Mietgebrauch oder der Risikosphäre des Mieters zuzuordnen sind. Die Instandhaltung und Instandsetzung an konstruktiven Teilen des Gebäudes (Dach und Fach) können in Formularverträgen nicht dem Mieter aufgebürdet werden, diese Arbeiten sind daher in der Regel Sache des Vermieters.

    Institutioneller Anleger

    Bei institutionellen Anlegern/Investoren handelt es sich auf Grund ihrer originären Geschäftstätigkeit um Kapitalanleger, welche ihr Portefeuille hereingenommenen Kapitalbeträge an den Finanzmärkten, insbesondere um Kapitalmarkt investieren. Da institutionelle Anleger sehr umfangreiche Kapitalbeiträge einsetzen, beeinflussen sie mit ihrer Investitions-, Desinvestitionstätigkeit oder Abstinenz in erheblichem Maße das Geschehen an den Finanzmärkten.

    Investitionsrisiko

    Hierunter versteht man das mit jeder Investition verbundene Risiko, das eingesetzte Kapital und die erwartete Rendite nicht zu erwirtschaften. Beim herkömmlichen Finanzierungs-Leasing trägt dieses Risiko im Wesentlichen der Leasingnehmer, der gegenüber dem Leasinggeber zur Vollamortisation verpflichtet ist.

    Investor

    Der Investor ist ein Wirtschaftsobjekt, das als Kapitalmarktakteur am Finanzmarkt oder als Marktteilnehmer am Gütermarkt eine Geldanlage tätigt.

    ISO

    International Organization for Standardization

  • Just in Time (JIT)

    Rückwärtsterminierung einer Leistungskette ohne bzw. mit minimalen Zeitpuffer. JIT ist nur unter den Voraussetzungen sinnvoll einsetzbar, dass die Termintreue und Ausfallsicherheit der beteiligten Leistungsstellen hoch und durch eine Auftragsbündelung keine wesentlichen Kosteneinsparungen zu erzielen sind.

  • KEP-Dienstleister

    Der Begriff KEP steht für die Bezeichnung Kurier-Express-Paket-Dienstleister. Bekannte Dienstleister stellen hier die Unternehmen DHL, DPD, UPS, Hermes, sowie GLS dar. Diese tragen Waren nicht in Paletten, sondern in Paketen, Briefen oder Behältern aus. Kurierdienste haben eine Gewichtsbeschränkung von 3 kg und werden durch den Kurier begleitet. Darüber hinaus haben sie eine festgelegte Zustellzeit. Expressdienste verfügen ebenfalls über kurze, festgelegte Zustellzeiten und weisen eine breitere oder teils gar keine Gewichtsbeschränkung aus. Bei den Paketdiensten wiederum kann keine Garantie auf die Zustellzeiten gegeben, sondern nur eine Wahrscheinlichkeit ausgesprochen werden. Die Pakete haben ein Maximalgewicht von 30-40 kg und müssen bestimmte Abmessungen erfüllen. Es ist festzuhalten, dass KEP-Dienstleister höchst interessante Kunden für Logistikimmobilienmakler sind, da diese jederzeit auf der Suche nach geeigneten Lagerflächen für ihre Waren, wenn auch diese nur kurz verweilen, sind. KEP-Hallen liegen ebenerdig und haben nur eine geringe Hallenhöhe, sodass sie hervorragend für Sprinter oder Kleintransporter geeignet sind.

    Kommissionierung

    Zusammentragen der gemäß einer Kundenbestellung oder eines Rüstauftrages nachgefragten Artikel.

    Kompaktlager

    Oberbegriff für Lagersysteme, welche eine hohe Ausnutzung des verfügbaren Lagervolumens ermöglichen.

    Konsignationslager

    Lager für Produkte, welche im Eigentum des Lieferanten sind, wobei die Bezahlung erst durch den Bezug aus dem Konsignationslager erfolgt.

    Kontraktlogistik

    Angebot und Übernahme komplexer Dienstleistungspakete durch Paketdienste, Speditionen und sonstige Logistik-Dienstleister.

    Kostenstruktur

    Die Kostenstruktur zeigt das Verhältnis von Teilen einer Kostensumme untereinander. Kostenstrukturen werden v.a. auf Kostenarten und auf Kostenabhängigkeiten bezogen betrachtet.

    Kran / Kranbahn

    Eine Kranbahn inkl. Kran ist eine Besonderheit, die sowohl in der Produktion als auch im Lager für großvolumige und sehr schwere Güter (Maschinen, Stahl) zu finden ist. Ein Kran kann manuell oder durch Motoren betrieben werden. Er dient der vertikalen und horizontalen Verladung von Lasten und kommt u.a. beim Be- und Entladen von Schiffen (Stückgut und Container) zum Einsatz. Außerdem wird er in Montage-, Fertigungs- und Lagerhallen sowie im Hochbau verwendet und kann zudem Eisenbahnwaggons oder LKWs be- und entladen. In Industrie- und Produktionshallen, in denen große Lasten bewegt werden, sind Hebekrane nicht wegzudenken. Sie sind an den Hallendecken oder speziellen Gerüsten befestigt und können Lasten bis zu mehreren Tonnen Gewicht umsetzen. Auch hier gibt es, je nach Anforderung des jeweiligen Unternehmens, unterschiedliche Lösungen. Neben Laufkranen, Schwenkkranen und Hängebahnsystemen kommen auch Elektroseil- und Elektrokettenzüge zum Einsatz.

    Kurierdienste

    Kurierdienste befödern insbesondere Dokumente und Wertsachen mit einem Gewicht bis zu 3 kg. Die Kurierdienste zeichnet aus, dass sie die Sendungen über eine ständige persönliche Begleitung durch die Kuriere verfügen sowie über garantierte Zustellzeiten (im nationalen Bereich noch am selben Tag oder bis 10 Uhr am Folgetag)

    Kühl-/Tiefkühl-Logistikhalle

    Kühl-Logistikhallen werden in erster Linie von Betrieben genutzt, die in der Lebensmittelbranche oder in der Pharmaindustrie beschäftigt sind. Die Waren werden bis hin zum Versand im Fachboden, Hochregal oder im automatischen Hochregallager gelagert. Bei Tiefkühlhallen steht es dem Nutzer offen, ob er in die Halle eine Art Kühlbox einbauen lässt oder ob er Kühlzellen integriert. Der Vorteil liegt hier bei der Möglichkeit des Abbaus, sodass die Halle auch für andere Zwecke genutzt werden kann oder Drittverwendbarkeit gewährt werden kann. Kühlhallen wiederum werden meist im Vornherein so konstruiert, dass das Gebäude für andere Vorhaben jederzeit vermarktet werden kann. Kühl-Logistikhallen werden durch integrierte Kühlzellen meist auf einen Temperaturwert, je nach Bereich, von +4 bis +18 Grad gebracht. Isolierung und Dämmwerte erfordern gewisse Ansprüche, denen eine Kühlhalle, genauso wie eine Tiefkühlhalle, entsprechen muss. Eine TK-Halle befindet sich bei Temperaturen von -4 bis maximal -30 Grad Celsius. Großer Wert wird auf die Umwelttechnik gelegt, indem die Wärmerückgewinnung von den Kühlaggregaten vorangetrieben wird und man sonst auch auf die bestmöglichsten und zugleich umweltverträglichsten Standards achtet. Bei Kühlhallen ist die Drittverwendungsmöglichkeit gegeben, da die aufgebauten Kühlboxen oder –zellen jederzeit abgebaut werden können. Dies gestaltet sich bei einer reinen Tiefkühlhalle schon schwieriger, da diese extra so errichtet wird. Natürlich kann sie auch drittverwendet werden, aber dennoch liegt der Fokus eher auf Lebensmittel- oder Pharmalogistiker.

  • Lagerhalle

    Eine Lagerhalle dient dazu, Gegenstände für eine Weile aufzubewahren, da man diese möglicherweise im Augenblick nicht benötigt.

    Lagerlogistik

    Gesamtheit der logistischen Aufgaben und Massnahmen für die Planung und den Betrieb von Lagern.

    Lagernutzungsgrad

    Eine Kennzahl wie der Lagernutzungsgrad gibt an, welcher Anteil des zur Verfügung stehenden Lagers genutzt wird. Eine zu geringe Auslastung deutet auf zu hohe Kapitalbindungs- und Betriebskosten hin, die durch nicht benötigte Lagerfläche verursacht werden. Ein Auslastungsgrad von ca. 85% sollte nicht überschritten werden, um die Flexibilität des Lagers hinsichtlich nicht eingeplanter Einlagerungsaufträge bzw. Umlagerungsaktionenn nicht einzuschränken. Die Kennzahl deckt also sowohl Engpässe als auch mangelnde Auslastung auf.

    Lagerquote

    Die Lagerquote stellt den prozentualen Anteil des wertmäßigen Lagerbestands am Umsatz dar. Unter der Voraussetzung eines saisonalen Umsatzverlaufs (z.B. im Großhandel) dient diese Zahl zur Festlegung einer Obergrenze für den hierfür zur Verfügung zu stellenden Lagerbestand. Eine Überschreitung der Lagerquote muss dann anhand einzelner Produkte durch den Einkauf belegt werden, beispielsweise durch die Beschaffung von Postenware, durch mengenerhöhten Einkauf bei Vorliegen einer zu erwartenden Preiserhöhung oder bei Festbestellungen. Die Lagerquote muss sich nicht nur auf den durchschnittlichen Lagerbestand beziehen, sondern hier kann z.B. auch der verfügbare Bestand als Ausgangswert angenommen werden. Keinesfalls sollte die Lagerquote in Form eines zeitlichen Werts (z.B. Reduzierung von 40 auf 20 Tage) verstanden werden, da sie immer eine beziehungslose Zahl darstellt.

    Lagerreichweite

    Die Lagerreichweite ist eine wichtige Kennzahl zur Bewertung der Effizienz der Warenwirtschaft. Sie gibt die Zeitdauer an, wie lange der vorhandene Bestand (durchschnittlicher Bestand bzw. verfügbarer Lagerbestand in Mengeneinheiten) aufgrund eines definierten Verbrauchs pro Zeiteinheit produziert oder ausgeliefert werden kann, ohne dass eine Nachlieferung erfolgt. Bei der Betrachtung der Reichweite ist ein geeigneter Detaillierungsgrad zu beachten. Von der Information über die Reichweite des gesamten Lagers ist der Wert für eine Lagerzone, eine Produktgruppe oder sogar einzelner Artikel zu unterscheiden. Anstatt der Durchschnittswerte können auch aktuelle Ist-Werte verwendet werden. Es besteht eine Zielkonkurrenz zwischen hoher Versorgungssicherheit einerseits und den damit verbundenen hohen Kapitalbindungskosten. Es gilt, eine Veralterung des eingelagerten Materials zu verhindern sowie den frei verfügbaren Lagerplatz zu maximieren. Die Lagerreichweite kann auch für dispositive Analyen (z.B. Meldebestands- und Mindestbestandsrechnung) Verwendung finden.

    Lastenheft

    Das Lastenheft beschreibt alle Anforderungen an ein Produkt bzw. eine Leistung. In der Angebotsphase senden Auftraggeber ein Lastenheft an potenzielle Auftragnehmer, um vergleichbare Angebote zu erhalten.

    Leistungskatalog

    Als Leistungskatalog werden die Leistungsarten der Krankenkassen bezeichnet, auf die ihre Versicherten einen Anspruch haben. Zu unterscheiden ist zwischen Rechtsanspruchs- und Ermessensleistungen. Der Anspruch auf Rechtsanspruchleistungen ergibt sich unmittelbar aus dem Sozialgesetzbuch.

    Logistik

    Der Begriff Logistik hat seinen Ursprung aus dem griechischen Wort logistikē und bedeutet „praktische Rechenkunst“. Heutzutage ergibt sich natürlich ein viel komplexeres und weitschichtigeres Feld der Logistik, weshalb der Begriff in Beschaffungs-, Produktions-, Distributions-, Absatz- und Entsorgungslogistik unterteilt wird. Grundlegender ausgedrückt, besteht die Aufgabe der Logistik auch darin, dass die Planung, die Realisation und die Kontrolle über Material- und Informationsflüsse zwischen Produktions- und Zielort richtig umgesetzt werden. Reinhardt Jünemann, ein Experte für Logistik und Materialfluss, hat den Ausdruck der „6R der Logistik“ definiert. Hierbei soll der logistische Auftrag darin bestehen, dass die richtige Menge und die richtigen Objekte, am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt, in der richtigen Qualität und zu den richtigen Kosten zur Verfügung stehen.

    Logistikimmobilie

    Die Logistikimmobilie ist die Bezeichnung für eine Immobilie, die zur Lagerung, Kommissionierung und Distribution von Waren genutzt wird.

    Logistikkosten

    Betriebliche Kosten, die im Zusammenhang mit logistischen Prozessen in der Beschaffung, der Produktion und der Distribution aufzuwenden sind. Typische Beispiele für solche Kosten sind Wareneingangskosten, Lagerhaltungskosten, Verpackungskosten usw. Berücksichtigung finden dabei alle relevanten Personal- und Sachkosten sowie kalkulatorische Kosten.

    Logistikzentrum

    Örtlichkeit, an welcher eine Vielzahl logistischer Funktionen, Tätigkeiten abgewickelt werden.

  • Makrolage

    Die Makrolage bezeichnet die räumliche Lage eines Objekts in Hinsicht auf Infrastruktur und des großflächigen Umkreises. Kommune, Gemeinde und Politik legen die Makrolage fest. Des Weiteren ist vor allem eine genaue Untersuchung des Standorts hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit wichtig, d.h. Einwohnerzahl, Konkurrenz, örtliche Struktur, um den optimalen Platz zu finden.

    Mesoebene

    Die Mesoebene umfasst die Analyse der Umgebung, die in unmittelbarer Nähe zur Logistikimmobilie steht (zumeist das jeweilige Gewerbegebiet). Üblicherweise werden gewisse Gesichtspunkte zur Analyse des Umfelds herangezogen. Diese bestehen beispielsweise aus der geringen Entfernung der Immobilie zur nächsten Autobahnauffahrt, aus geringem Ampel-, sowie Wohnaufkommen, aus einem 24-Stunden-Betrieb, aus verschiedenen Serviceangeboten, aus marktüblichen Miet- und Grundstückspreisen, etc.

    Mikrolage

    Die Mikrolage gibt einen engeren und detailreicheren Überblick als die Makrolage. Hierbei sind die Eigenschaften des Gewerbegebiets, die angrenzenden Nachbarsgebäude, die Position der Straßen und der Immobilien und die Umgebungseinflüsse wichtig. Beispielsweise konzentriert man sich hier auf einen Stadtteil und dessen lokale Gegebenheiten. (immoscout)

    Multimodalität

    Um einen kosten- und leistungsoptimierten Umschlag und Transport auch für in Zukunft steigende Güter- und Verkehrsmengen gewährleisten zu können, ist auf eine Verknüpfung der unterschiedlichen Transportwege zu achten. So verbirgt sich hinter dem Begriff Multimodalität die Andienung des Standortes über Schiene, Straße, Wasser und Luft (Bahn, LKW, Schiff, Flugzeug). Bei "trimodaler Andienung" fehlt einer der vier Transportwege"

  • Nabe-Speiche-System

    Ein zentraler Umschlagspunkt in einer Region (Nabe) bedient eine definierte Anzahl von Bedarfspunkten (z.B. Depots), Verkehre zwischen den Bedarfspunkten entfallen. Dadurch reduziert sich die Zahl der möglichen Verkehrsverbindungen und Größendegressionseffekte können genutzt werden.

  • Outsourcing

    Mit Outsourcing, zu Deutsch Auslagerung, wird die Abgabe von Unternehmensaufgaben und -strukturen an Drittunternehmen bezeichnet.

  • Paketdienste

    Kennzeichen der Paketdienste ist der hohe Standardisierungsgrad der angebotenen Leistungen, der insbesondere in fest definierten Höchstwerten für Gewicht und Abmessungen der zu befödernden Güter (Pakete) zum Ausdruck kommt. Die Gewichtsgrenlze liegt je nach Anbieter zwischen 30 und 40 kg. Im Gegensatz zu Kurier- und Expressdiensten werden die Laufzeiten nicht garantiert, sondern nur mit hoher Wahrscheinlichkeit eingehalten.

    Palettenregal

    Regal, das gemäß Abmaße und Tragkraft speziell für die Aufnahme von Paletten geeignet ist. Palettenregale gibt es in unterschiedlichen Ausprägungen, die sich im Wesentlichen durch die Universalität bezüglich der aufzunehmenden Paletten (DIN, Euro, Düsseldorfer, etc.) und durch die Zugriffsflexibilität unterscheiden.

    Photovoltaikanlage

    Verfügt die Logistikimmobilie über ein großes Flachdach, was oft er Fall ist, kann es wirtschaftlich gesehen durchaus lobenswert sein, die Dachfläche an einen Anlagenbetreiber zur Errichtung einer Photovoltaikanlage zu vermieten bzw. zu verpachten. Dies setzt natürlich voraus, dass sich das Dach in einem einwandfreien Zustand befindet und sich keine Bäume oder Bauten in näherer Umgebung befinden, die Schatten auf das Dach werfen könnten. Ist ein solcher Baumwuchs zu befürchten, sollten vertraglich z.B. entsprechende Rechte bzw. Pflichten zum Beschneiden der Bäume vereinbart werden.

    Produktionslager

    Unternehmen, die vorwiegend in der Produktion zu tun haben, brauchen sogenannte Produktionslager. Hierbei werden Roh- und Betriebsstoffe, Komponenten, halbfertige und fertige Erzeugnisse gelagert, um jederzeit für die Produktion bereit zu stehen. Diese Lagerhallen verfügen über Merkmale wie Rampen, Torandienungen und einer Höhe von maximal acht Metern.

    Produktionslogistik

    Gesamtheit der logistischen Aufgaben und Maßnahmen bei Vorbereitung und Durchführung des Warenflusses über alle Stufen der Produktion, Leistungserstellung

    POS

    Point of Sale, Verkaufspunkt

  • Regalsysteme

    Regale und Regalsysteme sind in Lager- und Umschlagshallen unverzichtbare Bestandteile. So vielfältig die Waren sind, die gelagert werden müssen, so umfangreich ist das Angebot an Regal- und Lagersystemen. Neben Einfahr-, Fachboden- und Turmregalen gibt es in der Logistik Kassettenregale, Umlaufregale oder Einschubregale. Weit verbreitet in allen industriellen Bereichen ist das Palettenlager.

    Regionallager

    Das Regionallager ist Bestandteil eines Netzwerkes zur Versorgung der Kunden. Es dient der Lagerung von Sortimenten für eine definierte Region und wird von den Lieferanten entsprechend beliefert.

    Re-Insourcing

    Wiedereingliederung einer ausgelagerten Funktion zum Beispiel nach Ablauf eines Outsourcing-Vertrages.

    Reverse Logistics

    Rückführung und Wiederverwendung bzw. -verwertung von Produkten und Materialien in Kreislaufwirtschaftsprozessen.

  • Schwerindustrie

    Schwerindustrie ist der Oberbegriff für Bergbau, Eisen- und Stahlindustrie sowie den Tagebaubergbau als auch die Schwerchemie. Weiter gefasst schließt er auch andere Grundstoffinudustrien ein. Der Bereich Schwerindustrie ist ein sehr spezieller eigenständiger Bereich, auf den hier nicht näher eingegangen wird, da er aufgrund seiner Spezialisierung und seines Umfangs kein Thema für kleine bis große Maklerunternehmen oder Immobilienberater darstellt.

    Speditionsanlage

    Speditionsanlagen sind für alle Logistiker interessant, die schnelldrehende Güter haben, kein Lager unterhalten, also ihr Lager in den LKWs auf die Autobahnen auslagern oder unsortierte Ware umkonfektionieren und "sortenrein" an die Endverbrauchermärkte oder den Endverbraucher liefern. Ein Cross-Dock mit seinen vielen Toren und der fehlenden Lagerfläche ist eine Immobilie, mit der nicht jeder Logistiker etwas anfangen kann. Auf der anderen Seite ist diese Immobilienart nicht so häufig auf dem Markt. Ihre meist gute Lage an den Verkehrsknotenpunkt macht sie aber für viele national und international tätige Unternehmen zusätzlich interessant.

    Speziallagerhallen

    Speziallagerhallen, wie bspw. Kühlhallen, Tiefkühlhallen, Gefahrgutlager, HRL etc. haben, wie ihr Name schon sagt, eine sehr eingeschränkte Nutzung. So ist ein Kühllager oder ein Hochregallager nur für einen kleinen speziellen Kundenkreis interessant. Dies ist Fluch und Segen zugleich: Zwar ist es schwierig, den möglichen Nutzer zu identifizieren, dafür hat dieser aber auch nur eine kleine Auswahl an möglichen Objekten zur Auswahl, da diese Spezialhallen dünn gesät sind. Im besten Fall bietet man dem Nutzer die einzige lokal verfügbare Immobilie an und die Chancen zum eigenen Abschluss steigen gewaltig.

    Staplerladestation

    Eine Staplerladestation ist eine Ladestation für elektrisch betriebene Gabelstapler. "Elektrostapler" haben den Vorteil, dass sie geräuscharm und sehr umweltfreundlich sind. Daher kommen sie in der Praxis häufig zum Einsatz. Angetrieben wird der Elektrostapler durch eine Batterie. Für diese wird eine entsprechende Ladestation benötigt. Unterschieden wird bei den Ladeanlagen zwischen der Batterieladestation (separater Raum zum Laden von Batterien) und dem Einzelladeplatz (für das Laden von Batterien kenntlich gemachter Platz in einer Halle). Eine Baterieladeanlage wird dann notwendig, wenn der Stapler, z.B. aufgrund eines Mehrschichtsbetriebs, ohne größere Unterbrechung im Einsatz ist.

    Stellplätze

    Werden Anlagen errichtet, bei denen ein Zu- und Abfahrtsverkehr zu erwarten ist, sind Stellplätze ausreichender Anzahl herzustellen, vgl. z.B. Art. 47 Bayrischer Bauordnung (BayBO) Von der Stellplatzpflicht werden alle baulichen Anlagen erfasst, die nach ihrer Art, Zwecksbestimmung oder Nutzung Ziel und/oder Ausgangspunkt für Kraftfahrzeuge sein können. Ein Unterschied zwischen Personen und Lastfahrzeugen wird dabei nicht gemacht. Daher kann auch die Errichtung einer Logistikimmobilie die Pflicht nach sich ziehen, ausreichend Stellplätze bereitzustellen. Die Menge der bereitzustellenden Stellplätze richtet sich üblicherweise danach, wie hoch der objektive Bedarf der baulichen Anlage ist. Bei einer Logistikimmobilie sind auch die Personenkraftfahrzeuge der angestellten Mitarbeiter zu berücksichtigen.

    Streckengeschäft

    Form der Warendistribution, bei der die Ware von einem Glied der Absatzkette, z.B. einem Hersteller, direkt, unter Umgehung des Großhandels, an den Einzelhändler geliefert wird. Der Großhandel hat nur eine disponierende Funktion, indem Auftrags-, Rechnungs- und Zahlungsweg über ihn führen.

    Supply Chain

    Der Weg eines Rohstoffs von seiner Lagerstätte bis zum Verbraucher, mitsamt der in jeder Stufe erfolgten Wertsteigerung (Mehrwert), wird Wertschöpfungskette genannt (auch logistische Kette oder Supply Chain).

    Supply-Chain-Management

    Unter Supply-Chain-Management versteht man Lieferkettenmanagement oder auch Wertschöpfungskettenmanagement. Hierbei geht es um das Planen, das Steuern und das Kontrollieren der Zusammenarbeit zwischen den einzelnen an der Wertschöpfungskette beteiligten Unternehmen. Ein kontinuierlicher Informationsfluss ist ein wichtiges Kriterium für eine optimale Kooperation. An der Supply-Chain sind vor allem Lieferanten und Kunden beteiligt.

  • Third Party Logistics (3PL)

    Vergabe von Logistikleistungen an einen Logistikdienstleister, der die "dritte Partei" in dem Handelsgeflecht zwischen Hersteller und dem Handel bzw. Konsumenten darstellt.

    Tiefhof

    Die optimale Entladung des anliefernden LKWs sollte immer eben erfolgen, sprich: Der Stapler sollte direkt von der Halle ohne Niveauversprung in den Laderaum des LKWs fahren. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten. Um die Differenz von ca. 1,25 m zwischen Oberkante Ladefläche und Hallensohle zu überwinden, wird beim Tiefhof das Areal vor den Verladetoren abgesenkt. Dabei muss auf die Entwässerung geachtet werden. Die andere Variante ist eine Überladebrücke.

    Total Return

    Der Total Return ist eine Investment-Strategie mit dem Ziel eine möglichst absolut positive Rendite zu erwirtschaften. Selbst im ungünstigsten Fall soll mindestens das investierte Kapital erhalten bleiben. Damit unterscheidet sie sich von Strategien, bei denen nur eine Benchmark in der Wertentwicklung geschlagen werden soll.

    Tourenplanung

    Festlegung der Anfahrtsreihenfolge der Abladestellen. Man unterscheidet zwischen festen Touren (Tag/Zeit und Fahrstrecke = fix) sowie Touren nach Bedarf.

    Tracking and Tracing

    Elektronisches System zur Sendungsverfolgung, wobei der Begriff Tracking die Ermittlung des aktuellen Status bezeichnet. Der Begriff Tracing beschreibt die Tatsache, dass der genaue Sendungsverlauf ex post mit allen wichtigen Ereignissen rekonstruierbar ist.

    Transitterminal

    Das Transitterminal ist ein Warenverteilzentrum, das im Wesentlichen die Kommissionierung und Verteilung der kommissionierten Ware zur Aufgabe hat, ohne dass dort Bestände geführt werden.

    Transponder

    Begriff setzt sich zusammen aus Transmitter (Sender)und Responder (Empfänger). Transponder bestehen aus Antenne und Chip. Aktive T. verfügen über eigene Stromversorgung, passive werden induziert. T. ermöglichen berührungsfreien Datenaustausch, etwa als Alternative zu Barcodes.

    Triple-Net

    Werden dem Mieter sämtliche Betriebskosten einschließlich Steuern, Abgaben und Versicherungskosten sowie die Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten (auch an "Dach und Fach") auferlegt, spricht man von einer Triple-Net-Miete (übersetzt: dreifach Netto). Problematisch bei der Triple-Net-Miete ist, dass dem Mieter nach der bisherigen obergerichtlichen Rechtsprechung die Instandhaltung und Instandsetzung an Dach und Fach nicht in Allgemeinen Geschäftsbedinungen auferlegt werden kann. Dies ist nur individualvertraglich möglich, wobei z.T. auch noch vorausgesetzt wird, dass die Instandsetzungs- und Instandhaltungsverpflichtung des Mieters bei der Bemessung des Mietzinses berücksichtigt wurde. Zudem wird empfohlen, den Mietvertrag dann ausdrücklich als "Triple-Net-Mietvertrag" zu bezeichnen, damit klar wird, dass es sich um einen eigenen Vertragstyp handelt, der vom gesetzlichen Leitbild der Miete abweicht.

  • UKB (Unterkante Binder)

    Die Höhe Unterkante Binder (UKB) sollte für eine Standard-Logistikfläche mindestens 10 Meter betragen; für eine Cross-Docking-Fläche sind mindestens 6 Meter UKB nötig. Eine Standardhalle für Kontraktlogistik wird mit einer ebenerdigen eingeschossigen Lagerfläche inklusive Empore für Kleinteilelager, Büros und Sozialräume gebaut. Die Bodenbelastbarkeit der Hallenböden - mindestens 5 Tonnen pro qm - ist ein weiteres Kriterium. Sehr wichtig ist natürlich eine gute Lage an einem Verkehrsknotenpunkt.

    Umschlagshalle

    Wie dem Namen schon entnommen werden kann, werden in solch einer Halle Waren umgeschlagen, d.h. ihre Verweilzeit ist nur von geringer Dauer (i.d.R. Umschlag innerhalb 24 Stunden). Aufgrund der kurzen Zeitspanne des Lagerns nennt man diese Lagerhalle meist auch „bestandsloses Lager“. Eine optimale Umschlagshalle kennzeichnet sich durch eine hohe Anzahl an Rampen und Toren, eine gute Umfahrbarkeit, eine geringe Hallenhöhe (bis 8 m UKB) und eine geringe Hallentiefe (kurze Verladewege) aus. Beim Betrachten des Verhältnis Büro zu Lagerflächen, stellt man ein Verhältnis von rund 15 (Büro) zu 85 (Lager) Prozent fest, das auf dem hohen Aufwand der administrativen Aufgaben, etwa für Disposition und Auftragsabwicklung, basiert. Nutzer von Umschlagshallen sind hauptsächlich KEP-Dienstleister. Weitere Bezeichnungen für die Umschlagshalle sind etwa Durchlauflager oder Cross-Docking.

    Umschlagshäufigkeit

    Die Umschlagshäufigkiet gibt an, wie oft der durchschnittliche Lagerbestand eines Produktes in einer Periode einmal komplett aus dem Lager entnommen und ersetzt wurde.

    Überladebrücke

    Die optimale Entladung des anliefernden LKWs sollte immer eben erfolgen, sprich: Der Stapler sollte direkt von der Halle ohne Niveauversprung in den Laderaum des LKWs fahren. Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten. Eine davon ist die sogenannte Überladebrücke. Dabei handelt es sich um eine höhenvariable Konstruktion zur Überbrückung des Höhenunterschieds und Abstands zwischen LKW-Ladefläche und Überladerampe beim Be- oder Entladen. Besonders geeignet ist sie für das Umladen von Waren auf Paletten und bei großen Volumnia, da sie Produkt- und Materialbewegung erheblich beschleunigt. Sie ermöglicht den direkten Ersatz von kleinen Förderfahrzeugen (Gabelstapler, Hubwagen etc.), ohne die Gefahr der Beschädigung der Waren. Der Anprallschutz, z.B. ein an Ladebrücke befestigter Gummi, schützt die Hallenfassade vor Beschädigungen durch die LKWs. Die Vorkonstruktion (umlaufende Plastikschürze) ermöglicht zudem ein trockenes Entladen auch bei Regen. Die andere Variante ist ein Tiefhof.

  • Value Added Services

    Mehrwertdienstleistungen = Dienstleistungen die über die angebotene Kerndienstleistung hinausgehen und so einen Mehrwert schaffen.

    Verweildauer

    Die Lagerverweildauer gibt an, wie lange sich betrachtete Lagerartikel im Lager befinden. Damit ist die Verweildauer abhängig von der Lagerumschlagshäufigkeit.

  • Warenverteilzentrum

    Hier wird die von der Industrie angelieferte Ware in Einzelkommissionen aufgelöst und abnehmerspezifisch verteilt (bestandsloses Transit-Terminal).

    Warenwirtschaftssystem

    EDV-gestütztes Verfahren zur Erfassung von Warenbewegungsdaten.

    Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

    Eine Erkenntnis der zurückliegenden Jahre ist es, dass Sachschäden bei Bränden sich nicht nur auf herkömmliche materielle Werte beschränken, sondern in zunehmenden Maße auch die Umwelt betreffen. Um zu verhindern, dass kontaminiertes Löschwasser in die Umwelt gelangt und dort u.a. das Grundwasser verschmutzt, regelt das WHG u.a. die baulichen konstruktiven Maßnahmen zur Löschwasserrückhaltung.

    Wechselbrücke

    Wechselbrücken sind auswechselbare Behälter, genormt, abstellbar, auf- und absetzbar ohne weitere ortsfeste technische Hilfsmittel.

    Werkverkehr

    Verkehr zwischen unternehmenseigenen Betriebsstätten.

    Wertschöpfung

    Umsatzrelevante Leistung eines Unternehmens, z.B. in Form von Fertigung, Montage oder Dienstleistung ohne Berücksichtigung zugekaufter Materalien und Leistungen.

  • Zentrallager

    Ein Zentrallager beinhaltet in der Regel ein Gesamtsortiment von Waren. Großhändlern gehört meist eine sehr große Auswahl an Produkten. Diese Produkte können nach einer Beliebtheitsskala (basierend auf der nachgefragten Menge) unterteilt werden. Die kontinuierlich stark nachgefragten und in großer Anzahl abgesetzten Güter, werden eher in Regionallagern gelagert, während die weniger veräußerten Artikel in einem Zentrallager aufbewahrt werden. Natürlich sollen auch die beliebten Waren, inklusive dem anderen Sortiment, in einem gewissen Ausmaß im Zentrallager verfügbar sein. Die verschiedenen Artikel können auch im Rahmen einer Analyse der Verkaufsdaten in sogenannte „Renner- und Pennerartikel“ unterteilt werden.