Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 ist ein gutes Beispiel für eine leistungsfähige Event-Supply-Chain.
Diese beschreibt die gesamte Lieferkette, um Waren und Ausrüstung termingenau und vollständig an den richtigen Ort zu bringen. Bei hoher Termindichte, temporärem Flächenbedarf, internationaler Beschaffung und einer komplexen Exit-Strategie nach dem Event ist ein hochkoordiniertes Zusammenspiel aus Spedition, Zollabwicklung, Lager- und Distributionslogistik erforderlich:
Logistikdienstleister müssen kurzfristig Lagerkapazitäten aufbauen und Transportketten koordinieren. Dabei sind flexible Mietverträge und der Zugang zu kurzfristig verfügbaren Logistikhallen zentral.
Verlader stehen unter Zeitdruck – Produktionsanpassungen, Warenkonsolidierung und die Einlagerung in Nähe der Veranstaltungsorte müssen für die erfolgreiche Durchführung in einem konkreten Zeitfenster erfolgen und auch die internationalen Zoll- und Importanforderungen müssen frühzeitig geklärt sein.
Die Kommunen werden zu temporären Logistikdrehscheiben. Derartige Veranstaltungen bieten einen starken wirtschaftlichen Impuls, schaffen Arbeitsplätze und sorgen für einen touristischen Zustrom. Gleichzeitig können sie die Infrastruktur und den Umfang an Gewerbeflächen schnell an ihre Grenzen bringen. Mit vorausschauender Planung, inklusive kurzfristig aktivierbarer Reserveflächen, werden Großevents zum strategischen Standortvorteil.
Investoren profitieren in Regionen mit Veranstaltungsstandorten von guten Renditechancen für Logistikimmobilien. Großveranstaltungen steigern temporär die Nachfrage nach Logistikflächen sowie die Mieten, stabilisieren bei einer Regelmäßigkeit aber gleichwohl die Bewertungsentwicklung der Assets.

