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Trump stellt Handelsabkommen mit Mexiko und Kanada infrage

Auch wenn die USA, Kanada und Mexiko bei der Weltmeisterschaft zusammenarbeiten, hat US-Präsident Donald Trump angekündigt, das nordamerikanische Freihandelsabkommen (USMCA) nicht mehr automatisch verlängern zu wollen.

Das Abkommen bliebe somit zwar bis zu zehn weitere Jahre bestehen, sofern keines der Mitgliedsländer austritt, allerdings wird es jährlich überprüft. Dies könnte monate- oder sogar jahrelange Neuverhandlungen nach sich ziehen. Auch gegenüber anderen Handelspartnern verfolgt die US-Regierung einen zunehmend protektionistischen Kurs: Der Vorschlag von Zöllen in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus Brasilien sorgte bereits für Empörung und auch mit China wurde das aktuelle Handelsabkommen noch nicht verlängert.

Auswirkungen auf die Europäische Union

Auch gegenüber der Europäischen Union kündigte Trump an, die Zölle auf Autos und Lastwagen auf 25 Prozent zu erhöhen. Deutschland müsste bei einer Erhöhung der Zölle mit erheblichen wirtschaftlichen Folgen für die Automobilindustrie rechnen. Auch um eine weitere Eskalation des Zollstreits zu vermeiden, stimmten deshalb die Abgeordneten der EU in Straßburg Mitte Juni mit breiter Mehrheit für eine Abschaffung der Zölle auf US-Industriegüter und einigten sich auf die vollständige Umsetzung eines umstrittenen Zolldeals mit den USA.

Trump reduzierte indes leicht die Zölle auf bestimmte Metall- und Industrieprodukte, um kurzfristige Investitionen anzukurbeln. Bestimmte Länder haben damit auf bewegliche Industrieausrüstung wie Bulldozer und Gabelstapler einen Zollsatz von 15 Prozent.

Marktbeobachtung: Wachstum im nordamerikanischen Markt

Die Vereinigten Staaten sind nicht nur Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft, sondern auch für Projektentwickler und Investoren von Logistikimmobilien gewinnt der dortige Markt zunehmend zunehmend an Bedeutung. Grund hierfür sind die langfristigen Wachstumsperspektiven. Zuletzt haben mehrere deutsche und internationale Unternehmen ihre Aktivitäten in den Vereinigten Staaten ausgebaut, darunter beispielsweise Garbe, Drees & Sommer sowie Prologis.

So baute jüngst der US-amerikanische Logistikimmobilienanbieter Prologis seine Aktivitäten in den Vereinigten Staaten weiter aus. Das Unternehmen mit deutschen Niederlassungen rief zusammen mit dem Investor GIC ein Joint Venture ins Leben, um Build-to-Suit Logistikimmobilien in den wichtigsten Märkten der Vereinigten Staaten zu entwickeln und zu betreiben. Die Partner begründen ihre Entscheidung mit strukturellem Wachstum im E-Commerce, der Rückverlagerung von Lieferketten sowie einer robusten Nachfrage im nordamerikanischen Industriesektor. Der Schwerpunkt liegt auf Built-to-Suit Projekten, die sich dem Unternehmen nach als besonders resilient erwiesen haben, da sie für eine langfristige Nutzung und sich kontinuierlich entwickelnden Lieferketten konzipiert werden.

Attraktivität beschleunigt Expansionen

Auch Garbe Industrial Real Estate, Entwickler und Manager für Logistik- Industrie- und Gewerbeimmobilien, setzt auf Wachstum in den USA. Gemeinsam mit Berkeley Investment wurde ein Joint Venture gegründet, das die Expansion in den Vereinigten Staaten vorantreiben soll. Im Fokus stehen zunächst ihre Geschäfte für Industrie- und Logistikimmobilien, Wohnprojekte sowie Life-Sciences-Objekte im Raum Bosten. Ziel ist es, von den dynamischen Wachstumschancen ausgewählter US-Märkte zu profitieren.

Bereits im letzten Jahr erweiterte Drees & Sommer seine Position auf dem nordamerikanischen Markt durch die Übernahme des US-amerikanischen Projektmanagementunternehmens VVA. Damit stärkt das Beratungs-, Planungs- und Projektmanagementunternehmen sein Leistungsspektrum durch lokales Know-how von VVA.

Die verschiedenen Expansionen verdeutlichen die Attraktivität des US-amerikanischen Marktes für Logistik- und Industrieimmobilien. Joint Ventures beschleunigen hierbei den Markteintritt für externe Unternehmen und bieten einen schnelleren Zugang zu den Wachstumsperspektiven. Zudem sind sie ein gutes Zeichen für die globale Zusammenarbeit.

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