Logistikimmobilien-Seismograph Q3 2017: Handel und Logistikdienstleister liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen

Logistikimmobilien-Seismograph Q3 2017

Neu entstehende Logistikflächen werden in erster Linie von Handelsunternehmen oder Logistikdienstleistern genutzt.

Logistikimmobilien Seismograph Q3 2017 LOGIVESTIm dritten Quartal 2017 kann die Logistikimmobilienbranche mehr als 725.000 Quadratmeter neu gebaute Fläche verzeichnen und bewegt sich damit im Jahresverlauf auf einem leicht unterdurchschnittlichen Niveau. Insbesondere im Vergleich zu 976.000 Quadratmetern im ersten Quartal und 924.000 Quadratmeter im zweiten Quartal ist ein leichter Abschwung zu erkennen. Bei den Logistikimmobiliennutzern liefern sich derzeit der Handel und die Logistikdienstleister einen Wettlauf um die Spitzenposition für 2017. Die vierteljährliche Marktbeobachtung und Zahlenerhebung erfolgt durch das Beratungsunternehmen Logivest in Kooperation mit der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services (SCS).

Um das Gesamtvolumen des Vorjahres über 3,3 Millionen zu erreichen, wäre für das vierte Quartal eine zusätzliche Neubaufläche von etwas über 800.000 Quadratmeter nötig. „Dies ist durchaus möglich, da für das kommende Quartal noch weitere Großprojekte angekündigt wurden“, gibt Kuno Neumeier, Logivest-Geschäftsführer einen kleinen Ausblick. Was die Nutzergruppen für die neu entstehenden Flächen betrifft, so liegen aktuell der Handel mit 39 Prozent und die Logistikdienstleister mit 40 Prozent nahezu gleichauf. Im direkten Jahresvergleich mit 35 Prozent in 2016 besitzt jedoch der Handel gegenwärtig einen überproportional hohen Anteil. Die industriellen Nutzer können aktuell lediglich 22 Prozent Nutzeranteil für sich beanspruchen. Verglichen mit 27 Prozent in 2016 ein bisher leicht niedriger Wert.

Östliches Ruhrgebiet ist dynamischste Top-Logistikregion in Q3 2017

Mit ca. 75.000 Quadratmeter in Q3 2017 hat sich die Region Östliches Ruhrgebiet uneinholbar an die Spitze des Standort-Rankings befördert. Die bisherigen Top-Regionen Niederrhein und Rhein-Neckar zeigen im Vorjahresvergleich hingegen eine eher durchschnittliche Entwicklung. Vor allem die Region Rhein-Neckar bleibt mit bisher knapp 89.000 Quadratmetern hinter dem hohen Vorjahreswert von etwa 375.000 Quadratmetern zurück. Im laufenden Quartal wurden erst knapp 75.000 Quadratmeter an Neubauflächen realisiert. Auf kleinerem Niveau, aber ebenfalls sehr dynamisch zeigten sich auch die Regionen Schwaben, Mitte Deutschland, Erfurt und Münster/Osnabrück. Die Schlussgruppe mit jeweils weniger als 50.000 Quadratmeter bilden aktuell München, Bremen, Leipzig/Halle und die Regionen Würzburg/Schweinfurt, Saarland, Magdeburg, Koblenz, Nürnberg und Donau.